Übernahme von Activision Blizzard und das Metaversum


Nadella setzt darauf, dass Videospiele ein Wachstumsmarkt bleiben.
Bild: Reuters

Der Softwarekonzern greift für Activision Blizzard tief in die Tasche – und macht klar, dass er Endverbraucher nicht aus den Augen Verloren hat. Microsoft-Chef Nadella dürfte auch ans Metaversum denken.

Microsofts Erfolg in den vergangenen Jahren wird vor allem mit Angeboten im „Cloud Computing“ wie der Plattform Azure in Verbindung gebracht. Allgemein schien der Vorstandsvorsitzende Satya Nadella Software für Unternehmen als strategische Priorität zu sehen. Aber nun hat er so deutlich wie noch nie signalisiert, dass er Endverbraucher keineswegs aus den Augen Verloren hat.

Microsoft stärkt sein Videospielegeschäft mit dem Zukauf des „World of Warcraft“-Herstellers Activision Blizzard für fast 69 Milliarden Dollar, es ist die mit Abstand teuerste Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Nadella setzt darauf, dass Videospiele ein Wachstumsmarkt bleiben, auch wenn der pandemiebedingte Schub für die Branche etwas nachlässt.

Er sieht Videospiele als Motor für das Metaversum, den erhofften Zukunftsmarkt der Technologiebranche. Und er will das Geschäft mit Videospielen im Abonnement ausbauen, mit dem er dem Erfolgsrezept von Netflix nacheifert. Dazu sind wie auch auf Netflix attractive Inhalte notwendig, und Activision soll helfen, das Programm zu füllen. Gelingt die Übernahme, wird Microsoft 30 Spielestudios unter seinem Dach haben. Diese Aussicht ist Nadella viel Geld wert.

Alex Hodgson

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